Donnerstag, 31. Januar 2008

"leise, eigen, schwer einzuordnen."

und jetzt habe ich angst, das interview abzutippen. aus angst, dass es nicht wirklich so toll war, wie es sich angefühlt hat, in dem moment. kein schlechtes problem, eigentlich.

Mittwoch, 23. Januar 2008

schick ben ans ende der welt.



mein freund ben saunders ist ein großartiger mann, einer dieser seltenen und seltsamen menschen, die aus purer energie bestehen. er redet ziemlich oft mit der geschwindigkeit, mit der kolibris mit den flügeln schlagen, interessiert sich für alles und jeden, ist ein fantastischer motivational speaker und verbringt seine freizeit häufig mit dem ziehen von treckerreifen durch londoner parks. letzteres tut er, weil eine seiner liebsten beschäftigungen das schlitten ziehen ist, bevorzugterweise am nordpol. "i specialise in dragging heavy things around cold places", sagt er. ben ist der jüngste mensch, der je alleine zum nordpol getrekkt ist. einer von vieren, übrigens. auf dem mond waren zwölf. auf dem mount everest ein paar tausend.

jetzt möchte ben wieder zum nordpol, wieder allein und schneller als je ein mensch zuvor. der bestehende rekord, 37 tage, wurde 1909 gemacht, und zwar mit hundeschlitten, und es kann sein, dass ein neuer rekord von ben, zu ski, dank der globaren erwärmung der letzte sein könnte, der je gemacht wird. eigentlich ist alles bereit für die expedition, ben ist, wie immer, in top shape, ende märz soll es losgehen. doch jetzt ist im letzten moment sein sponsor abgesprungen.

327.000 US$ braucht ben für seine expedition. jetzt sucht er nicht mehr nur einen sponsor, sondern 3270 sponsoren, leute, die je 100US$ (gerade mal 69€) pledgen. pledgen, das heisst: niemand schickt geld irgendwo hin, bis tatsächlich alle leute zusammen sind, die ben gemeinschaftlich ans ende der welt schicken wollen. etwas mehr als 400 sind schon an bord.

ich will, dass ben wieder auf dem nordpol steht; etwas, das reinhold messner zum beispiel nie geschafft hat.

"the entire planet is rotating beneath my feet. the whole world underneath me", hat ben gesagt, als er zuletzt dort war. und: "wowie." er hatte tränen in den augen, als er das sagte, und als er mir den film gezeigt hat, vor fast eineinhalb jahren auf seinem macbook, bei ihm zuhause, da hatte ich die auch. weil er verdammt glücklich aussah, am ende der welt, ganz oben auf der welt, dieser großartige mensch, whom i proudly call my friend.


picture postcards from somewhere.





Dienstag, 22. Januar 2008

was ich vermissen werde, jetzt wo die dld vorbei ist.

das mir am morgen erstmal hübsche junge männer tabletts mit grand choice detox smoothies darbieten.

acht.

happy birthday, liebes blog.

missing tug. [#1]

heute abend mit jungs in anzügen, die fast alle aussahen wie die brokerkollegen meines bruders, knotentanz getanzt, wie seit den semesterantrittspartys im haus der kdstv h. nicht mehr. das war erstaunlich super, und so anstrengend, dass alle vodka red bull verdampften, quasi.

vielleicht sollte man bei der dld die wilde party schon am ersten abend machen, für die gruppendynamik. oh ja, die gruppendynamik. das sollte lustig werden, morgen, nein, gleich, wenn die tanzjungs und ich visitenkarten austauschen.

purer rock'n'roll, dieser kongress. kein witz jetzt.

[mache mir trotz des knotentanzes keine sorgen ob meiner indie cred: war vorher bei slut im atomic cafe, und das war sehr sehr toll und vollkommen anzugfrei.]

Montag, 21. Januar 2008

bisschen spät.

und uncool, weil meme und so, aber dann doch zu super, um es nicht zu teilen.

[regeln: first, get the name of your band: this will be the first article title on http://en.wikipedia.org/wiki/special:random | get the title of your album: the last four words of the very last quote: http://www.quotationspage.com/random.php3 | the third picture, no matter what it is, is your album cover: http://www.flickr.com/explore/interesting/7days | via]

Samstag, 19. Januar 2008

life is a pigsty.



it’s the same old s.o.s.

Freitag, 18. Januar 2008

"homer is running for president!"

mike huckabee erklärt im frühstücksfernsehen, dass er im college eichhörnchen in einer popcorn maschine zubereitet hat. zum essen, genau. angeblich machen das leute wirklich, eichhörnchen jagen und dann zu squirrell melt sandwiches verarbeiten. this is not america.

globe farm.

Sonntag, 13. Januar 2008

premiere.

und all die schönen kleinigkeiten des abends. vor der minibühne der hübsche junge mit der klassischen djc-erstkontakt-reaktion: andächtiges, ungläubiges emotionales hoch-runter-gerissen sein. lucy, katasta und becci, die hardcore türdamen running on gin and tonic. die beiden jud fans, die die rhythmen mitklopften. der johlende manfred. eine unterhaltung mit carsten über meilensteine. "danke für den live-mitschnitt, schnucki." to leave this room. die mädchen, die bei den zugaben so ein bisschen getanzt haben. der junge, der nach der show unbedingt das album mit 'love and madness' kaufen wollte (merke: heisst "tires don't care"). und über allem mein cheshire cat gefühl: nur eine kleine weile noch, und dann löse ich mich auf und nur mein grinsen bleibt übrig.

[danke david, james, jan, carsten, konrad, lucy, katasta, becci, tanja & chico. und, falls du da warst, dir.]

all's well that ends well.

Freitag, 11. Januar 2008

linklove. [#63]

"ces has no shortage of displays. and when make offered us some tv-b-gone clickers to bring to the show, we pretty much couldn't help ourselves. we shut off a tv. and then another. and then a wall of tvs. and we just couldn't stop." [confessions: the meanest thing gizmodo did at ces]

Donnerstag, 10. Januar 2008

linklove. [#62]

"i fucking hate alcohol and i fucking hate drugs, but i have been at their mercy and i know you can't make anyone else stop. the best i can do is scream as loud as i can that I LOVE YOU ALL SO VERY FUCKING MUCH AND I AM SO VERY SAD RIGHT NOW AND IT KILLS ME THAT NOT EVERYONE SEES HOW AMAZING LIFE CAN BE AND THE POTENTIAL THEY HAVE. LIFE IS BRUTAL AND THIS WORLD IS HARD AND UNFAIR SOMETIMES BUT PLEASE LOVE YOURSELF AND RESPECT YOUR BODY AND YOUR SELF AND LIVE LIVE LIVE LIVE LIVE. STOP ALL THIS FUCKING POINTLESS DYING. PLEASE." [kimya dawson: haunted by the girl i used to be | amen to that.]

linklove. [#61]

lovelines [via]

südbaden,die kriminellste region baden-württembergs.

"altpapier in biotonne - bedienstete eines einkaufsmarktes im r. in s. hatten festgestellt, dass in der zeit vom 31.12.2007 bis 02.01.2008 in eine biotonne des einkaufsmarktes ein korb altpapier geworfen wurde.
eine 77-jährige rentnerin aus einer umlandgemeinde konnte nun als täterin ermittelt werden.auf diese wird nun eine ordnungswidrigkeitenanzeige wegen verstoß gegen abfallrechtliche bestimmungen zukommen."

Mittwoch, 9. Januar 2008

stell dich zu mir, erzähl' breit und lang, wie's dir in der zwischenzeit ergangen, hier ist genug platz für krumme gedanken.



das neues album von niels frevert erfüllt mich mit der gleichen freudigen erregung wie eine fabrikneue festplatte: so viel speicherplatz für noch zu erlebende augenblicke!

woran werde ich denken, wenn ich diese songs in fünf jahren höre, oder in zehn? an corsa-fahrten durch das ruhrgebiet, an cruisen über die köhlbrandbrücke oder an nächtliche gänge durch freiburg oder st.pauli? wohin werde ich auf dem weg sein, wenn ich dieses album beim zugfahren höre? welche songzeilen werde ich des nachts in mein handy tippen, weil es einfacher ist, sich niels worte zu borgen, als selbst was zu sagen? welche dieser songs werde ich auf mixtapes packen, und wer wird sie geschenkt bekommen? und werde ich niels mit diesen songs endlich live sehen? wenn ja, wo?

danke für all das, lieber niels, schon jetzt. und danke, überhaupt.

taking sides.

der redakteur, der dieses bild für den aufmacher auf cnn heute morgen ausgesucht hat, ist kein hillary supporter. und er verdient ein spanking.

Dienstag, 8. Januar 2008

thinking. [#307]

und manchmal frage ich mich, ob google mich mit den ergebnissen meiner stalking-googleien eigentlich verhöhnen will. ["mit XX ins neue jahr!"]

Montag, 7. Januar 2008

soundtrack. [#36]

"the lyrics get buried in the mix in a good way, so that when you finally hear them properly, they make you catch your breath. when he sings "you know i dreamed about you for twenty-nine years before i saw you," this song kind of drops and you really hear the meaning properly for the first time." [guardian: paul smith über slow show und seine anderen lieblingssongs 2007.]

lieber zander, den ich heute mittag gegessen habe,

es tut mir leid. ich wollte dich gar nicht essen, aber dann warst du schon tot und lagst gebraten in einer rieslingsauce auf meinem teller, umgegeben von dekorativem spinat und hübschen, festen kartoffeln. ich konnte dich nicht zurückgehen lassen, weil die organisatoren des lunch meinten, fisch sei doch vegetarisch. so diskussion führe ich zwar gerne, aber ich weiss, welche fights sich zu fighten lohnen, und bei einem arbeitstermin mit vielen kollegen und lokalprominenz tun sie das nicht, finde ich.

du warst erstaunlich lecker, aber während ich dich so verzehrte wurde mir klar, dass ich dich nicht vermisst habe, und deine fischkumpels auch nicht, und dass ich überhaupt total gut ohne euch leben kann; ihr sicher auch ohne mich, oder? jetzt gerade hab ich so gar kein bedürfnis, das so bald, oder überhaupt irgendwann noch mal zu wiederholen.

bitte mach nicht, dass mir jetzt schlecht wird, von so viel tierischen protein nach vier jahren ohne. danke, lieber zander.

xxx,
c.

Sonntag, 6. Januar 2008

siebenundzwanzig jahre später.

“if you find someone, or refind someone the second time around, you grab them,” mr. shapiro said, “you grab life, and you don’t waste time.”

[ny times weddings & celebrations: carolyn setlow and andrew shapiro]

thinking. [#306]

und vielleicht sollte man doch einfach in dem moment den kontakt abbrechen, in dem sich jemand als spritter bezeichnet.

[und überhaupt, wie ermüdend es ist, wenn zu intelligente menschen sich über ihre jeweiligen geisteskrankheiten, therapien und medikamente austauschen. noch schlimmer nur: das grinsend exklamierte "therapieresistent!"]

Samstag, 5. Januar 2008

linklove. [#60]

why god why: how i cured your heart. [#]

timewarp. [wrapped in plastic.]

1992. bis zu diesem zeitpunkt unerlaubt späte get-togethers in der neubauetagenwohnung von tatjanas eltern in hiesfeld: tatjana, bianca, ich und der kleine fernseher neben tatis bett, nur sie hat tele 5. dazu selbsgemachte (und deswegen absolut steinharte, unessbare) donuts, zum kaffeetrinken können wir uns nicht durchringen. zu jedem unserer treffen bringe ich lauras tagebuch und coopers diane protokolle, eine twin peaks landkarte und ein selbstgezeichnetes beziehungsdiagramm mit; neue entwicklungen werden duly notiert. nach der sendung renne ich den weg von der wohnung runter zur strasse, auf der mein vater im auto auf mich wartet. aus angst vor bob. nach der letzten folge, der letzten einstellung mit dem lachenden coop vor dem spiegel, weinen wir.

[von der gold box getriggert. bis folge 16 ganz klar die beste fernsehserie aller zeiten.]

danke.


was total super ist: nach dem urlaub zum ersten mal wieder ins büro kommen, wo gleich zwei päckchen mit wunschzettelbüchern drin warten. danke.

Dienstag, 1. Januar 2008

truth in advertising.

heute gegen mittag ungewaschen aufgewacht, ins bad gestolpert, und beim blick in den spiegel erschrocken: gesicht zerstört, haare wirr, aber immer noch up to par(ty): der superkrasse lippenstift.

["wer entscheidet, wann die nacht zuende ist? sie oder ihr lippenstift?"]

überreste.